Die Lightweight Structures B.V. begann Mitte der 1990er Jahre mit der Entwicklung nachhaltiger Straßenmöbel aus Verbundwerkstoffen zur Erhöhung der passiven Unfallsicherheit. Ziel war es, den verzinkten Stahl durch die umweltfreundlicheren Verbundwerkstoffe zu ersetzen und die Anzahl der tödlichen Verkehrsunfälle zu reduzieren, die durch Zusammenstöße von PKWs mit Beleuchtungs- oder Strommasten entstehen.
Bei der Konstruktion der Beleuchtungsmaste aus Verbundwerkstoffen wurden insbesondere die folgenden (widerstreitenden) Aspekte berücksichtigt:
- Das strukturelle Verhalten des Masts bei Windbelastungen. Die neuen Lichtmaste aus Verbundwerkstoffen sind in der Lage, hohen Windgeschwindigkeiten zu widerstehen (bis zu 30 m/s), bei einem nur geringen Pendeln der Laterne (um maximal 35 cm) entsprechend der Norm EN 40.
- Das Anfangsstadium des Aufpralls eines Autos, wodurch das Zusammenklappen des Masts bewirkt wird. Es wurden Crashtests im Originalmaßstab (mit Hochgeschwindigkeitsvideoaufnahmen und Bremsdaten) durchgeführt, um die passive Unfallsicherheit entsprechend der Norm EN 12767 zu verbessern.
Kurz gesagt, wird die passive Sicherheit durch ASI- und THIV-Werte beschrieben, die im Rahmen von Crashtests im Originalmaßstab ermittelt wurden. Mit dem ASI (Acceleration Severity Index) wird die Schwere des Aufpralls gemessen. Der passive Sicherheitsstandard findet auf eine Reichweite von 1,4 (niedrigste Sicherheitsstufe) bis 0,6 (höchste Sicherheitsstufe) Anwendung. Die THIV (Theoretical Head Impact Velocity) ist ein Maß für die Geschwindigkeit, mit der der Kopf eines Insassen mit Teilen im Innern zusammenstößt. Der passive Sicherheitsstandard reicht von 44 km/ h (niedrigste Sicherheitsstufe) bis zu 11 km/h (höchste Sicherheitsstufe).
Die von der Lightweight Structures B.V. konzipierten Crashtests zeigten, dass bei dem Aufprall eines Autos gegen einen Beleuchtungsmast aus Verbundwerkstoffen bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h, unter Zugrundelegung der ASI- und THIV-Werte ein hohes Sicherheitsmaß erzielt werden konnte: Der ASI-Wert lag bei nur 0,59, was sogar die Voraussetzungen für die höchste Sicherheitsstufe übertrifft! Der THIV-Wert war auch sehr gering: 3,6 km/h. Die Ausgangsgeschwindigkeit des Fahrzeugs, die zehn Meter hinter dem Aufprallpunkt gemessen wurde, betrug 57 km/h. Fotos von dem Anfangsstadium der Auswirkungen sind unten dargestellt. Der Mast klappte zusammen, faltete sich um das Fahrzeug und zerbrach schließlich, was zu verstreuten Trümmerteilen führte, wie auf den Fotos zu sehen ist.
Die Lightweight Structures B.V. konzentriert sich gegenwärtig auf die Produktionstechnologie, um die Serienherstellung verschiedener Masten zu ermöglichen. Sie besteht aus einer cleveren Ausführungstechnologie und der Vakuuminfusion. Wir suchen nach internationalen Marketing- und Vertriebspartnern und nach Produktionspartnern.